Juvato kämpft für Arbeitnehmer!

Wir sorgen für faire Leistungen der Berufsgenossenschaft und machen uns für Sie stark in allen Belangen rund um Ihren Unfall. Bei einer Zusammenarbeit mit uns gibt es kein Kostenrisiko. Sie können sich zurücklehnen und entspannen.

Fallbeispiel – Angestellte

Der Maurer Willi W. erlitt bei der Arbeit bereits 1985 eine Schultereckgelenksprengung der linken Schulter. Im November 2006 transportierte er ein ca. zwei Meter langes Kantholz, das er unter dem rechten Arm eingeklemmt hatte, wobei er zusätzlich in beiden Händen einen Abstellbock, ein Spanneisen und einen Hammer hielt. Er rutschte auf der ölverschmierten Treppenstufe aus und fiel nach vorne, wobei er mit dem Holz im Geländer hängenblieb, sich an diesem festhielt und sich dabei den rechten Arm verdrehte. Erst im September 2007 wurde eine Rotatorenmanschettenruptur rechts diagnostiziert. Die Berufsgenossenschaft lehnte dennoch Leistungen ab, weil kein Zusammenhang zwischen dem versicherten Unfall und den Verletzungen festgestellt werden könne. Die Rotatorenmanschettenruptur sei rein degenerativ-also verschleißbedingt- entstanden.

Zur Begründung wurde ausgeführt, dass die anlässlich der kernspintomographischen und arthroskopischen Untersuchung erhobenen Befunde zweifelsfrei bestätigten, dass es sich bei der Rotatorenmanschettenverletzung um eine vorbestehende Schädigung handele. Die nachgewiesenen Defekte der rechten Schulter seien somit ausschließlich Folge von verschleißbedingten Gewebeveränderungen. Gegen eine traumatische Entstehung spreche zudem der zeitliche Abstand zwischen Unfallereignis und erster ärztlicher Inanspruchnahme. Bei einer traumatischen Rotatorenmanschettenruptur wäre mit einer sofortigen ärztlichen Behandlung zu rechnen gewesen.

Die Berufsgenossenschaft lehnte hier zu Unrecht Leistungen ab.

In Anwendung der Grundsätze des wesentlichen Ursachenzusammenhangs war die von Willi W. geltend gemachte Rotatorenmanschettenruptur mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit rechtlich wesentlich auf den Arbeitsunfall vom 15. November 2006 zurückzuführen. Letztlich wurde über ein Sachverständigengutachten der Zusammenhang bewiesen.

*Diesem fiktiven Sachverhalt liegt das Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg, Urteil vom 18. Juli 2013 – L 6 U 283/11 –, juris, zu Grunde.

Wissen Sie nicht, ob Sie Leistungen von der Berufsgenossenschaft erhalten müssten? Schildern Sie uns Ihren Fall!